Verleihung der Silbernen Meisterbriefe

    Übergabe des Silbernen Meisterbriefs von links: Michael Bucher, Sandra Schröpfer, Diego Wiedemann, Marion Bucher und Franz Moosherr.

    Silberne Meisterbriefe auf der Oberschwabenschau verliehen

    Gleich dreinmal wurde der Silberne Meisterbrief der Handwerkskammer Ulm auf der Oberschwabenschau am Stand der Kreishandwerkerschaft Ravensburg für das 25-jährige Meisterjubiläum verliehen: an Friseurmeisterin Marion Bucher, Friseurmeisterin Sandra Schröpfer und Maler- und Lackierermeister Diego Wiedemann.

    Überreicht wurden die Silbernen Meisterbriefe von Michael Bucher, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Ravensburg und Franz Moosherr, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Ravensburg. „Herzlichen Glückwunsch im Namen der Handwerkskammer“, so Michael Bucher bei der Übergabe, zu der auch die Familienmitglieder der Geehrten gekommen waren. Und weiter: „Sie sind das Gesicht des Handwerks und zuständig für die Zukunft. Es ist enorm wichtig, diese Dienstleistungen in der Region aufrecht zu erhalten. Sie sind engagiert in der Lehrlingsausbildung und bieten attraktive Ausbildungsplätze, um den Nachwuchs zu holen.“ Es sei wichtig, Nachfolger am Start zu haben, die Zuverlässigkeit und Loyalität mittragen für die Kunden. Für dieses Engagement „ein herzliches Dankeschön“.

    Franz Moosherr erklärte, weshalb die Handwerkskammer Ulm zusätzlich zum Goldenen Meisterbrief für 50 Jahre und zum Diamantenen Meisterbrief für 60 Jahre nun im dritten Jahr den Silbernen für 25 Jahre verteile. Man wolle auf diese Weise vor allem die noch im Geschäft Aktiven ehren. Die Novellierung der Handwerksordnung im Jahr 2004 habe sich als fatal erwiesen. Sie habe zu einer Schwächung der Meister und der Meisterbriefe geführt und so mancher Glücksritter, der nicht ausbilden könne, habe sich am Markt positioniert. Damit habe man den Verbrauchern einen Bärendienst erwiesen. „Zum Glück hat die Politik dies erkannt und es wird nicht mehr über die Abschaffung der Meisterbriefe diskutiert. Wir möchten die Meister, die sich 25 Jahre lang bewährt haben, zu Wort kommen lassen.“ Es sei eine Bewegung in der Politik spürbar, diese wolle die Handwerkskammer unterstützen und als Siegel für Verbraucherschutz in die Öffentlichkeit tragen.

    Marion Bucher, Friseurmeisterin aus Bad Waldsee, sagte bei der Übergabe: „Mit 18 Jahren habe ich die Gesellenprüfung gemacht, mit 23 Jahren den Meister. Dass ich heute, nach 25 Jahren den Silbernen Meisterbrief erhalte, ist eine große Ehre für mich und ich bin stolz darauf, dass ich in einem Handwerk arbeite.“ Sie habe im elterlichen Betrieb gearbeitet und vier Kinder groß gezogen, dies habe dank guter Betreuung immer gut funktioniert.

    Diego Wiedemann, Maler- und Lackierermeister aus Berg, erklärte: „Ich habe zwei Ausbildungen gemacht, eine als Maler und eine als Stuckateur. Ich habe die Betriebswirtschaftsschule besucht, mit 26 Jahren den Meister als Maler und Lackierer gemacht. Das ist heute mit dem Bachelor gleichgesetzt. In der Firma wurden knapp 65 junge Leute ausgebildet in den letzten 25 Jahren. Im Moment bin ich sehr glücklich mit den Bewerbungen. Man muss den Leuten etwas bieten, unsere Mitarbeiter und Auszubildenden werden sehr wertgeschätzt.“ Es sei viel Arbeit, dennoch gehe er gerne in die Firma. „Ich freue mich über den Silbernen Meisterbrief und es ist schön, dass man diesen nicht erst am Ende des Berufslebens erhält.“

    Sandra Schröpfer, Friseurmeisterin aus Wangen, war mit ihrer Zwillingsschwester gekommen. Sie freute sich: „Ich war ganz überrascht und wusste gar nicht, dass es so einen Meisterbrief gibt. Ich habe mit 23 Jahren den Meisterbrief gemacht und zuerst als angestellte Meisterin bei meiner Schwester gearbeitet.“ Nach einem Standortwechsel und aus privaten Gründen haben die beiden die Rollen getauscht. „Seit zwei Jahren bin ich die Inhaberin im Salon in Wangen. In den letzten Jahren haben wir zwischen sieben und zehn Leute ausgebildet.“

    Franz Moosherr erklärte zum Berufsbild der Friseure, es sei ärgerlich, dass diese oft in Zusammenhang mit dem Thema Mindestlohn gebracht würden. Das erwecke ein falsches Image und falsche Vorstellungen zum Tarif. „Dabei arbeiten sie in Wohlfühlatmosphären und tun den Kunden so viel Gutes.“

    Text und Foto: Rosa Laner

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